Theater
Schauspiel Essen
2005-?
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Leben
Am 22. Mai 1973 hat der liebe Gott mich gemacht. Meine Eltern behaupten zwar, sie wären es gewesen, - aber das kann ja jeder sagen.
Zumindest haben sie den Knochenjob übernommen, mich großzuziehen. Und zwar im verschlafenen, niedersächsischen Kleinstädtchen Sulingen. Es sind 182 Zentimeter daraus geworden.
Nachdem mich in Sulingen jeder kannte, wurde es mir langweilig und ich zog nach Minden in Westfalen. An die zwei Jahre, die ich dort verbracht habe, kann ich mich kaum noch erinnern...
Und plötzlich war ich in Hamburg und wurde Schauspieler. Zuerst ganz vorsichtig. Dann aber mit voll Karacho. Die Schule für Schauspiel Hamburg war so gnädig, mich unter ihre Fittiche zu nehmen. Gegen einen nicht ganz geringen Obulus wurde mir eine handfeste Ausbildung verabreicht. Noch während meiner Lehrzeit bekam ich dann die Gelegenheit, mit diversen Regiestudenten zusammenzuarbeiten, sowie, meine ersten Erfahrungen am Schauspielhaus Hamburg zu sammeln.
Als Hamburg mit mir fertig war, stand auch gleich eine kleine Tür in Zürich für mich offen. Dieter Giesing gab mir die Möglichkeit, an einer hochkarätig besetzten Inszenierung teilzunehmen. Für meinen 5-Minuten-Auftritt wurde ich fürstlich entlohnt. Zumindest hat er mir eine größere Tür aufgestoßen. Die, zum Bremer Theater. Dort bekam ich im Jahr 2000 einen Zwei-Jahres-Vertrag und durfte mich über gute Rollen und viel Arbeit freuen. Aus zwei wurden insgesamt fünf Jahre, in denen ich mit RegisseurInnen, wie Karin Henkel, Lukas Langhoff, Andreas von Studtnitz, Michael Talke und Andrej Woron arbeiten durfte.
Doch auch eine Bremer Zeit geht irgendwann zuende, und so schickte mich das Sal nach Essen ans Grillo-Theater. Hier sitz ich jetzt im Pott und fühl mich wohl. Einerseits des Theaters wegen, andererseits wegen der tollen Menschen, die das Revier bevölkern. Und weil Fussball hier Weltreligion ist. Türlich.
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